S&P stuft neun Staaten der Eurozone herab

Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s hat sich in der vergangenen Woche die Eurostaaten vorgenommen und bei neun der 17 Mitgliedstaaten der Gemeinschaftswährung eine Herabstufung der Bonität vorgenommen. Im Folgenden eine Übersicht über die aktuelle Einschätzung seitens S&P zu den einzelnen Staaten der Währungsunion sowie das alte Rating. „S&P stuft neun Staaten der Eurozone herab“ weiterlesen

Wie weit steigt der Goldpreis?

Es kommt immer dicker für Europa und den Euro – die einst gefeierte Gemeinschaftswährung! Nachdem am Montag und Dienstag dieser Woche noch die Angst um eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise auf Spanien und vor allem Italien die Märkte verunsicherte und den Goldpreis nach oben katapultierte, ist am heutigen Mittwoch erneut Irland ganz oben auf der Beobachtungsliste.

Wichtigster Beteiligter ist einmal mehr ein Vertreter der inzwischen bei Politikern verhassten Ratingagenturen. Nachdem in der vergangenen Woche Portugals Staatsschulden von Moody’s auf Ramschniveau herabgestuft wurden, während Griechenland dies schon vor einiger Zeit über sich hat ergehen lassen müssen, ist nun der dritte Staat aus dem Euroraum auf dem ungeliebten Niveau angelangt. Mit einer Abwertung um eine Stufe von Baa3 auf Ba1, setze Moody’s nun Irlands Bonität auf besagtes Ramschniveau. Zudem bleibt der Ausblick weiterhin negativ.

Als Begründung gibt die Ratingagentur die Befürchtung um die Notwendigkeit zusätzlicher Unterstützungsmaßnahmen an, welche über die bisher getätigten Hilfen hinaus gehen. Andernfalls sieht man bei Moody’s keine Möglichkeit für die Iren wieder eigenständig am Kapitalmarkt aktiv zu werden. Als Folge der Herabstufung werden sich die Risikoaufschläge für Irland nochmals nach oben schrauben.

Goldkauf als eine der wenigen Alternativen

Euro-Anleger dürfte bald nichts mehr schockieren, nachdem derzeit fast täglich neue Negativmeldungen auf die Märkte einprasseln. Allerdings gehen den Marktteilnehmern auch die Investitionsalternativen aus. Neben dem Schweizer Franken als Hort der Sicherheit, bleibt derzeit eigentlich nur die Flucht in Gold. Auf den US-Dollar ist auch kein Verlass, wie an den negativen Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche deutlich wurde. Die Anzeichen stehen auch in den Vereinigten Staaten weiterhin ganz klar auf Konjunkturabschwächung. Waren 90.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft von den Experten erwartet worden, enttäuschten die Zahlen mit lediglich 18.000 neu geschaffenen Stellen.

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Das Motto lautet daher weiter: Alles auf Gold! – Nachdem bis zum heutigen Tag vor allem die Euro-Notierung explodierte und von Rekord zu Rekord kletterte, zieht nun auch der Dollarkurs nach und ist auf dem besten Weg zu neuen Höchstmarken. Im heutigen Vormittagsfixing in London erreichte der Goldpreis 1.571,50 US-Dollar. Die Feinunze konnte damit zu gestern um 27 US-Dollar zulegen. In der europäischen Gemeinschaftswährung beträgt der Goldpreis je Feinunze 1.114,62 Euro. Das derzeitige Umsichgreifen der Krise wird auch weitere Höchststände hervorbringen. Aus Mangel an Alternativen scheint der Kapitalfluss in Richtung Gold unausweichlich.