Was macht eigentlich der Goldpreis in Euro?

In den Medien wird der aktuelle Goldpreis meist nur in der Handelswährung US-Dollar dargestellt. Für Anleger aus dem Euroraum ist jedoch die Notierung in der Gemeinschaftswährung relevant und auf diese sollte man derzeit ruhig einmal einen Blick werfen.

„Die Höchstkurse beim Goldpreis sind doch längst vorbei! Das war doch in den Jahren 2011 und 2012“, werden die meisten sagen. Hiermit haben Sie auch nicht unrecht. In diesen Jahren stieg der Goldpreis auf die bisherigen Rekordwerte und zwar sowohl bei einer Betrachtung in US-Dollar als auch in Euro. „Was macht eigentlich der Goldpreis in Euro?“ weiterlesen

Das allerletzte Goldfixing

Der neue sogenannte „LBMA Goldpreis“ wurde am Freitag um 10:30 Uhr mit zwei zusätzlichen Banken eingeführt…

Am Donnerstagnachmittag fand zum letzten Mal das Londoner Goldfixing statt, bei dem der Goldpreis auf 1166 USD je Feinunze festgesetzt wurde. Damit endet ein rund 100-jähriger Prozess, der seit 1919 zweimal täglich durchgeführt wurde – unterbrochen lediglich für 15 Jahre während und nach Ende des Zweiten Weltkrieges. „Das allerletzte Goldfixing“ weiterlesen

Goldpreis: „Keine Anzeichen für Manipulation“

Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde findet keine Hinweise auf eine Manipulation der Goldpreise…

Deutschlands Finanzaufsichtsbehörde erklärt die Untersuchung einer möglichen Manipulation des Goldpreises für abgeschlossen. Es wurden keine Indizien gefunden, die auf eine kriminelle Veränderung der Preise hindeuten würden. 

In einem Interview mit dem Handelsblatt erklärt Raimund Röseler, der für die Bankenaufsicht zuständige Direktor der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht), dass Ermittlungen bezüglich möglicher Betrügereien auf dem Devisenmarkt und des Libor noch fortgesetzt werden würden.

Was Gold betrifft, gibt Röseler jedoch bekannt, dass „keine Anzeichen für Manipulationen gefunden“ wurden. „Wenn wir keine zusätzlichen Hinweise mehr erhalten, wo doch manipuliert worden sein soll, dann ist das Thema Gold für uns jetzt erledigt.“ „Goldpreis: „Keine Anzeichen für Manipulation““ weiterlesen

Abschied vom Londoner Silber-Fixing

Das Londoner Silber-Fixing soll nach 117 Jahren eingestellt werden, wie eben bekannt wurde…

Glückwunsch an alle Beteiligten! Die Profitmacher müssen mit Ihrer Arbeit sehr zufrieden sein. Nun haben sie den Markt für physisches Silber ihres Referenzwertes beraubt, ohne für eine Alternative zu sorgen oder zumindest eine vorzuschlagen. Und das auf Kosten der hohen Liquidität, von der alle Akteure profitierten. „Abschied vom Londoner Silber-Fixing“ weiterlesen

Vollzieht Gold gerade einen grundlegenden Richtungswechsel?

Die Preise für Gold und Silber blieben in den letzten 24 Stunden wieder stabil bei rund 1380 USD beziehungsweise 23,50 USD je Feinunze. Handelt es sich dabei lediglich um ein vorübergehendes Tief oder stellt dies eher einen Felsvorsprung vor dem eigentlichen Abgrund dar? Nur die Zeit wird es zeigen… „Vollzieht Gold gerade einen grundlegenden Richtungswechsel?“ weiterlesen

Goldpreis mit Potenzial stabil oberhalb von 1.600 US-Dollar

Heute eröffnen in Zypern wieder die Banken. Dennoch ist die Unsicherheit weiterhin groß und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation innerhalb des Landes sowie in den weiteren Ländern der Währungsgemeinschaft entwickelt. Die Aktienmärkte wurden in den vergangenen Tagen stark belastet. Viele Marktteilnehmer realisierten Gewinne und drückten so die Kurse. Auch bei Gold sind Investoren im aktuellen Umfeld zurückhaltend. „Goldpreis mit Potenzial stabil oberhalb von 1.600 US-Dollar“ weiterlesen

Gold mit viel Potenzial bei größeren Preisschwankungen

Ein aktuell bereits niedriges Zinsumfeld und die Furcht vor hohen Preissteigerungsraten in der Zukunft bieten ein Umfeld, in welchem das Edelmetall Gold zu einer gefragten Alternativwährung wird. Dies sollte sich in weiter steigenden Goldpreisnotierungen niederschlagen.

Historisch betrachtet hat Gold insbesondere in Zeiten negativer Realzinsen profitieren können. Liegt die Teuerungsrate oberhalb der zu realisierenden Renditen, werden Zinsanlagen für Sparer unattraktiv.  Alternativen werden gesucht, um Vermögen ohne Wertverlust anlegen zu können. Die erste Wahl fällt dann oftmals auf Sachwerte. Eine solche Situation erleben wir derzeit wieder. Neben Gold sind vor allem Immobilien gefragt. Anleger schätzen die Tatsache, dass diese zwar ebenfalls Preisschwankungen unterliegen, jedoch immer einen inneren Wert besitzen. Der Preis von Sachwerten sollte daher niemals null betragen.


Auch institutionelle Investoren mit großen verwalteten Anlagevermögen, welche jährlich auf ein gutes Abschneiden und damit eine positive Performance ihrer Produkte angewiesen sind, erkennen dies seit einigen Jahren und nutzen Gold als Diversifikationsinstrument bei ihren Anlageentscheidungen. Hierdurch wird zum einen der Preis zusätzlich beflügelt, wovon alle profitieren, die bereits Gold gekauft haben. Zum anderen steigt jedoch auch zunehmend die Schwankungsbreite der Goldpreisentwicklung, da je nach Marktlage Käufer bzw. Verkäufer massiert auftreten, wodurch die Kursbewegungen verstärkt werden. Beim Goldkauf ist damit für die Zukunft mit größeren Preisschwankungen zu rechnen. Nichtsdestotrotz bleibt Gold eine attraktive Anlage. Gold erfüllt sinnvolle Funktionen in einem breiten Anlageportfolio.

Gold: Jetzt in Euro auf Rekordkurs

Zwar hat der Goldpreis in US-Dollar aktuell wieder nachhaltig die 1.500 US-Dollar überwunden, allerdings ist derzeit die Notierung in Euro der Star und bewegt sich in nie da gewesenen Höhen. Am heutigen Dienstag wurde im Nachmittagsfixing in London ein Preis von 1.527 US-Dollar festgestellt. Dies entspricht mit 1.082,67 Euro dem höchsten jemals in der Gemeinschaftswährung gemessenen Betrag. Und die Richtung nach oben scheint weiter vorgegeben.

Vor allem die griechische Schuldenkrise verschärft sich derzeit weiter. Wie Griechenland sowohl kurz als auch langfristig effektiv geholfen werden kann, steht noch in den Sternen. Auch Expertenmeinungen hierzu gehen weit auseinander. Darüber hinaus stockt nun auch das Wachstum in der Eurozone. Die (zumindest in einigen Ländern) sprudelnden Steuereinnahmen sind damit in Gefahr. Hierdurch könnte sich die Situation weiter destabilisieren.

Anleger greifen daher weiter zu Gold als stabilisierendem Faktor. Die zusätzliche Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar lässt das Edelmetall neue Rekordmarken erzielen. Für bereits investierte Goldkäufer eine beneidenswerte Konstellation. So steigt zum einen die Notierung ihres Investments und zum anderen verstärkt der Wechselkurseffekt die Gewinne zusätzlich. In der Regel ist ein gegenläufiger Effekt zu beobachten.

Goldpreisanstieg wieder breiter aufgestellt

Anleger, die noch kein Gold besitzen schauen indes in die Röhre. Für sie stellt sich die Frage, ob auf den aktuellen Preisniveaus noch eingestiegen werden soll. Momentan deutet jedoch alles auf auch kurzfristig weiter steigende Goldkurse hin. Selbst die Goldfonds gemessen an den Beständen der ETFs häufen derzeit wieder Positionen an. Vor kurzem noch waren in ETFs Bestandsminderungen erkennbar. Das Käuferinteresse konzentrierte sich vornehmlich auf unmittelbar physischen Besitz wie Goldbarren und -münzen.

Auch die Handelsaktivitäten von George Soros, einem der bis vor kurzem größten Anleger in Gold ETFs, konnten den Markt nicht lange beeindrucken. Soros hatte 99% seiner Goldanlagen mit einem Gegenwert von annähernd 800 Millionen US-Dollar abgestoßen, wodurch der Markt kurzfristig verunsichert wurde.

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Die 1.500 für US-Anleger sind überwunden. Spannend für die nächsten Tage wird die Frage, ob der Angriff des Goldpreises auf die 1.100 Euro gelingt. Die fortschreitenden Unsicherheiten deuten drauf hin.

Richtungsweisende Tage für Gold an der 1.500 Dollar Marke

Die Marke von 1.500 US-Dollar je Feinunze des Goldpreises ist seit dem Kursrutsch von den erreichten Rekordständen Ende April diesen Jahres hart umkämpft. Die Handelsaktivitäten bewegen sich in einem engen Band um diese psychologisch wichtige Marke. In welche Richtung der nächste Ausbruch geschieht, bleibt mit Spannung abzuwarten.

Ein bedeutender Investor hat inzwischen das „goldene Boot“ verlassen. George Soros hat in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres beinahe seine gesamten Bestände des Edelmetalls abgestoßen. Seine Investments wurden vorrangig über große, börsennotierte Goldfonds, sogenannte ETFs, getätigt. Als große Spieler am Goldmarkt können entsprechende Handelsaktivitäten der ETFs den Kurs bereits massiv beeinflussen. Die Verkäufe von Investmentlegende George Soros belaufen sich auf einen Gegenwert von rund 800 Millionen US-Dollar. Viele am Markt folgen den Handelsaktivitäten bekannter Investoren und so lösten die Verkäufe eine Kettenreaktion aus.

Darüber hinaus wirkte auch das Wiedererstarken der US-Währung belastend. Der Euro verlor zuletzt deutlich gegenüber dem Greenback.ÜÜber den Wechselkurs verteuert sich Gold für ausländische Investoren, was sich dämpfend auf die Nachfrage auswirkt.

Ursache für den Wertverlust des Euros – die weiter ausufernde Krise um Griechenlands Staatsschulden – könnte jedoch gleichzeitig Grund für die Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau sein. Die weiter bestehende Unsicherheit lässt Sachanlagen aufgrund Ihrer Wertstabilität und des Krisenschutzes weiter gefragt bleiben. Gold ist das klassische Anlageinstrument in unsicheren Zeiten.

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Das Augenmerk für Goldkäufer ist daher weiterhin auf die Staatsschulden gerichtet. Die weitere Entwicklung wird entscheidend für den kommenden Verlauf des Goldpreises sein. In der aktuellen Diskussion rund um Griechenland steht die Möglichkeiten einer Umschuldung ganz oben auf dem Plan. Aber auch ein Forderungsverzicht zahlreicher Gläubiger, in der Presse spricht man von „Haircut“, wird am Rande hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Sollte es kurzfristig zu Zahlungsausfällen kommen, steht für die Goldpreisentwicklung einem erneuten Überwinden der 1.500 US-Dollar je Feinunze wenig entgegen.